von Jennifer Schmidt
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1. März 2022
Es ist noch keine Woche her, dass uns erste Bilder wie dieses erreichten.... Am vergangenen Mittwoch habe ich noch für unsere ukrainische Pflegekraft Valentyna ein Busticket zum Flughafen Hahn gebucht, weil sie eigentlich Anfang März in ihre Heimat fliegen wollte, um ihre Familie wieder zu sehen und Visumangelegenheiten zu regeln, bevor sie dann wieder zu uns zurückkehren wollte. Aber welches Erwachen gab es schon am Donnerstagvormittag.... Valentyna verfolgt das Geschehen um ihr Land und ihre Familie hautnah und es geht ihr dabei sehr schlecht. Wir leiden mit ihr, dass Panzer ihr Land überrollen und marodierende Soldaten ihr Unwesen treiben - ein Leiden und eine Tragödie, die wir auf europäischem Boden längst überwunden geglaubt hatten. Es ist nur ein schwacher Trost, nicht allein zu stehen, wie die vielen Demonstrationen der Solidarität in aller Welt bezeugen, und es ist gut, dass sogar unsere Regierenden Einigkeit zeigen und endlich Maßnahmen ergreifen, die schon mit dem Einmarsch auf der Krim hätten Putin Grenzen aufzeigen müssen - was es heißt, in ein freiheitliches Land einzumarschieren. Die Pandemie hat uns Verzicht abverlangt, aber wir sollten bereit sein, weitere Opfer zu bringen, so schwer es uns auch fällt. Wissen wir, ob Putin mit seinem Großmannsstreben nicht vielleicht schon weitere Nachbarländer im Visier hat?